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gefangen, denn das kann mich nur beleidigen und Euchnichts nutzen."
„Lady Eveline," entgcgnete die Stimme immer noch ineinem höflichen Toye, der sich mit der an Evelinen verübtenGewaltthat nicht wohl vertrug, „wird bald finden, daß un-sere Handlungen roher sind, als unsere Absichten."
„Wenn Ihr wißt, wer ich bin," sagte Eveline, „so könntIhr nicht zweifeln, daß dieser Frevel gerächt werden wird— Ihr müßt wissen, wessen Banner gegenwärtig meine Län-dereien beschützt!"
„De Lacy's," antwortete die Stimme in gleichgültigemTone. „Mag dem so sein; der Falke fürchtet den Fal-ken nicht."
In diesem Augenblicke wurde Halt gemacht, und ein ver-worrenes Gemurmel erhob sich unter ihren Begleitern, diebisher stumm gewesen waren, ausgenommen, wenn sie einan-der, jedoch so kurz als möglich, in wallifischer Sprache dieBefehle ihres Anführers in Betreff des einzuschlagenden Wegesoder Aufmunterung zur Eile zugeflüstcrt hatten.
Dieses Gemurmel hörte auf, und eine Stille von einigenMinuten erfolgte; endlich hörte Eveline die Stimme, welchesiefrüherangeredet hatte, Befehle ertheilen, die sie nichtverstand. Dann wandte sie sich an sie mit den Worten: „Ihrwerdet bald sehen, ob ich wahr gesprochen habe, als ich sagte,ich verachte die Bande, durch die Ihr gefesselt seid. AlleinIhr seid zu gleicher Zeit die Ursache des Kampfes und derPreis des Sieges. — Für Eure Sicherheit muß daher so gutgesorgt werden, als es die Zeit erlaubt, und so sonderbarauch die Art des Schutzes ist, dessen Ihr genießen sollt, soglaube ich doch zuversichtlich, daß der Sieger in dem bevor-stehenden Kampfe Euch unverletzt finden soll."