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24 (1852) Die Verlobten
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Furcht; allein sie gestattete nicht, daß ihre Bestürzung oderdie gcwaltthätige Art, auf die sie hinweggcföhrt wurde, sieder Macht, der Beobachtung und der Leberlegung beraubte-Aus dem Hufschlage, der sie immer lauter umtönte, schloßsie, daß der größere Theil der Räuber zu Pferde ge-sessen sei.

Sie wußte, daß dieß eine Sitte der walliscr Streifpar-ticcn war, die, wenn sie auch die Kleinheit und Schwächeihrer Pferde zum Kriegsdienste unbrauchbar machte, doch mitHülfe ihrer ungemeinen Schnelligkeit den Schauplatz ihrerRaubthaten in der größten Eile zu erreichen und zu verlassenvermochten- Diese Thiere durcheilten ohne Schwierigkeit undmit einem schweren Krieger belastet die Gebirgspässe, vondenen das Land durchschnitten war, und in deren einem sichjetzt Lady Eveline zu befinden glaubte; sie schloß dieß näm-lich aus dem Umstande, daß ihr Zelter von einem Fußknechteam Zügel geführt wurde und sich bald eine steile Anhöhehinauf zu arbeiten, und bald mit noch größerer Gefahr aufder andern Seite hinabzusteigen schien.

In einem dieser beunruhigenden Augenblicke redete sie eineStimme, die sie bisher noch nicht unterschieden hatte, in deranglo-normannischen Sprache an, und fragte sie mit anschei-nender Theilnahme, ob sie sicher auf ihrem Sattel sitze.

Spottet meiner Lage nicht," sagte Eveline,indem Ihrvon Sicherheit sprecht; Ihr werdet leicht glauben können,daß ich meine Sicherheit für ganz unvereinbar mit diesengewaltthätigen Handlungen halte. Wenn ich oder meineVasallen einigen Eurer Landsleute Unrecht gethan haben, solaßt es mich wissen, und es soll Euch Genugthuung geschehen. Begehrt Ihr Lösegcld, so nennt die Summe, und ich willden Befehl geben, sie herbeizuschaffen; allein haltet mich nicht