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24 (1852) Die Verlobten
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Ort, wo der Falke und der Reiher noch immer in ihrem tödt-lichen Kampfe begriffen auf dem Boden lagen; der Flügeldes Letztern war durch den Stoß des Elstern gelähmt worden.In einem solchen kritischen Augenblicke war es Pflicht desFalkeniers herbeizueilen und dem Falken bcizustehen, indemer des Reihers Schnabel in die Erde stieß, ihm die Beinezerbrach, und es dann dem Falken überließ, ihm mit geringerMühe den Rest zu geben.

Weder das Geschlecht noch der Rang Lady Evelinens würdesie von der Pflicht freigesprochen haben, dem Falken auf diesegrausame Weise bcizustehen; allein gerade, als sie in dieserAbsicht vom Pferde gestiegen war, sah sie sich mit Erstaunenvon einer wilden Gestalt ergriffen, die in wallisischer Spracheerklärte, sie bemächtige sich ihrer als gute Beute, weil sieauf dem Gebiete Dawfyd, des Einäugigen, der Falkenjagdobzuliegen gewagt habe. Zu gleicher Zeit zeigten sich meh-rere andere Männer, über zwanzig an der Zahl, die hinterFelsen und Gebüschen versteckt gewesen, und insgesammt voll-kommen gut mit Streitäxten, sogenannten Walliserbeilen,langen Messern, Wurfspießen, Bogen und Pfeilen bewaffnetwaren.

Eveline erhob ein Geschrei, um ihre Begleiter zur Hülfeanzuspornen, und nahm zu gleicher Zeit alle ihre bekanntenwallisischen Redensarten zu Hülfe, um die Furcht oder da»Mitleiden der zügellosen Bergbewohner zu erregen; denn siezweifelte nicht, daß sie in die Gewalt dieser Menschen ge-fallen sei. Als sie fand, daß ihre Bitten unbeachtet blieben,und sie im Sinne haben, sie als Gefangene wegzuführen, soverschmähte sie es, fernere Vorstellungen zu machen; alleinsie gebot ihnen, auf ihre Gefahr hin, sie mit Achtung zu be-handeln, und versprach ihnen in diesem Falle ein reiches Löse-