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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
359
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klägliche Geschrei des Reihers vernahm, der den Himmel, demer sich näherte, gegen die muthwillige Grausamkeit seinerVerfolger um Hülfe anzurufen schien-

Endlich hatte einer der Falken eine solche Höhe erreicht,daß er auf den Reiher niederzuschießen beschloß; allein dieservertheidigte sich so klug, daß er den Stoß, welchen der jäh-lings niedcrstürzende Falke gegen seinen rechten Flügel gerich-tet hatte, auf seinen Schnabel erhielt, so daß einer seinerFeinde durch sein eigenes Gewicht durchbohrt, nahe am Lande,auf der den Falkenjägern entfernter gelegenen Seite, flatterndin den See stürzte und da seinen Untergang fand.

Da fällt ein anderer Falke den Fischen zu," sagte Raoul.Kaufmann, dein Kuchen ist Teig."

Allein während er noch sprach, hatte der andere Vogeldas Schicksal seines Bruders gerächt; denn der Sieg, dender Reiher auf der einen Seite erfocht, hinderte nicht, daß erauf der andern Seite angegriffen wurde. Der Falke, derkühn auf ihn herabschoß, und sich mit ihm raufte, oder, wieman sich in der Sprache der Falkenjäger ausdrückte, seineBeute band, sank mit ihm hoch aus den Wolken taumelndauf die Erde nieder. Jetzt war es die wichtigste Pflicht derFalkenjäger, sobald als möglich herbeizueilen, damit der Falkevon dem Schnabel oder den Krallen des Reihers nicht ver-wundet wurde; die ganze Gesellschaft sprengte daher längsdes schönen und sanften Ufers zwischen dem Felsen und demWasser mit Windeseile vorwärts, die Männer ihre Sporenansctzend, und die Frauen ihre Reitgerten schwingend.

Lady Eveline, bei weitem besser beritten, als irgend Je-mand ihres Gefolges, und durch die Ergötzlichkeit der Jagdund die Schnelligkeit der Bewegung ermuthigt und belebt,erreichte weit bälder, als irgend einer ihrer Begleitung, den