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sie fürchten dürften, von den wallisischen Raubvögeln erhaschtzu werden.
„Raoul hat recht," sagte Eveline. „Es ist albern, wieVögel in einem Käfig eingeschloffen zu bleiben, wenn Alles um«ns her so ganz ruhig ist. Ich bin entschlossen, mich einmalhinaus zu wagen, und nach unserer alten Sitte der Jagdbeizuwohnen, ohne nach Art der Staats-Gefangenen mit Be-waffneten umgeben zu sein. Freudig wollen wir zum rvthenTeich eilen, Mädchen, und einen Geier erlegen, wie es denfreien Töchtern der Gränzlande geziemt."
„So laßt mich wenigstens meinem Vater sagen, daß er zuPferde steigen und uns folgen soll," — denn sie befandensich jetzt gerade in der Nähe der wiederaufgebauten Gewerk-häuser der kräftigen Flamänder.
„Ich habe nichts dagegen, Rosa," sagte Eveline; „dochglaube mir, Mädchen, wir werden am rothen Teiche und wie-der bis hieher zurück sein, ehe dein Vater sein bestes WammSangelegt, sein zweischneidiges Schwert umgürtet, und seinflandrisches, elephantenartiges Pferd, das er verständiger WeiseSloth (Faulthier) nennt, aufgezäumt hat — nein! runzele dieStirne nicht, und verliere nicht mit Rechtfertigung deines Va-ters die Zeit, die du besser dazu anwenden könntest, ihn hcr-beizurufen."
Rosa ritt demzufolge nach den Mühlen, wo Wilkin Flam-mock, dem Befehle seiner Lehensherrin gemäß, sich beeilte, seineStahlhaube, und sein Bruststück anzulegen, und einem halbenDutzend seiner Verwandten und Knechte gebot, ihre Pferdezu besteigen. Rosa blieb bei ihm, um ihn zu größerer Eileanzutreiben; allein trotz aller ihrer Bemühungen halte LadyEveline die Brücke schon länger als eine halbe Stunde über-schritten, ehe sich ihre Bedeckung in Bewegung setzte. Indes-