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24 (1852) Die Verlobten
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Ergötzung nachhing, die so viel Lärmen erregte und so vielePersonen in Bewegung setzte.

Wenn der Tag, so gut es sich thun ließ, hingebracht war,so pflegte Vater Aldrovand des Abends aus irgend einerheiligen Legende, oder aus den Homilien eines verewigtenHeiligen solche Stellen vorzulesen, die er für seine kleineGemeinde am geeignetsten fand. Zuweilen las und erklärteer auch ein Kapitel der -eiligen Schrift; allein in solchenFällen war des guten Menschen Aufmerksamkeit so ausschließ-lich auf den kriegerischen Theil der jüdischen Geschichte gerich-tet, daß er sich nie von den Büchern der Richter und Könige,so wie von den Triumphen des Judas Maccabäus trennenkonnte, obschon die Art und Weise, auf welche er die Siegeder Kinder Israel erläuterte, ihn selbst in einem weit höher»Grade ergötzte, als sie seine weibliche Zuhörerschaft erbaute.

Zuweilen, jedoch aber selten, erhielt Rosa die Erlaubniß,einen wandernden Minstrel einzuführen, damit er mit seinemGesänge von Liebe und Rittcrthaten eine Stunde ausfüllenmöchte; zuweilen vergalt auch ein Pilger, der von einemfernen Heiligthume kam, durch seine langen Erzählungen vonden Wundern, die er in fremden Ländern gesehen hatte, dieihm von der Burg Ksräs itoloureuss dargebotene Gastfreund-schaft; und zuweilen trat auch der Fall ein, daß auf die Für-bitte der Putzfrau reisende Kaufleute oder Hauflrer eingelassenwurden, die mit Gefahr ihres Lebens den Stoff zu reichenKleidungen, und weibliche Putzwaaren von Schloß zu Schloßtrugen.

Die gewöhnlichen Besuche der Bettler und Gaukler, oderreisenden Lustigmacher dürfen auf dieser Liste der Ergötzlich-keitcn, deren man sich auf der Burg Kante «toloureuse erfreute,nicht vergessen werden; und odschon seine Ration ihn zu

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