333
Eile ein, und nahm seine Richtung nach den Küsten vonFlandern, wo er sich mit dem Grafen dieses reichen und krie-gerischen Landes, der kurz vorher das Kreuz genommen hatte,zu vereinigen, und den Weg einzuschlagen gedachte, der sieam leichtesten und sichersten nach ihrem Bestimmungsorte,dem heiligen Lande, bringen würde. Die große Flagge mitdem Wappen der de Lacy's geschmückt, wallte auf dem Vor-dcrtheile des Schiffes, von einem günstigen Winde entfaltet,vorwärts, als ob sie die Himmelsgegend angczeigt hätte, inder ihr Ruhm erhöht werden sollte; und den Ruf des An-führers so wie die Vortrefflichkeit der ihm folgenden Kriegerin Betracht gezogen, zog. in verhältnißmäßiger Zahl, nie eineherrlichere Schaar aus, um an den Sarazenen die Leiden zurächen, die die Lateiner in Palästina durch sic erduldeten.
Indessen trat Eveline, nach einem kalten Abschiede vonder Aebtissin, deren beleidigte Würde ihr die geringe Rück-sicht, die sie auf ihre Meinung genommen, noch nicht ver-ziehen hatte, ihre Reise nach ihrem väterlichen Schlosse an,wo ihr Haushalt, auf eine von dem Constabel vorgeschlageneund von ihr selbst gebilligte Weise eingerichtet werden sollte.
An jedem Ruheorte waren dieselben Anstalten getroffen,die sie auf ihrer Reise nach Gloucester gefunden hatte, undwie zuvor, blieb der Fürsorger unsichtbar, obwohl sie seinenNamen leicht errathen konnte. Jedoch aber schien es, alsob die Art und Weise dieser Anstalten einigermaßen verän-dert sei. Alle Erfordernisse der Convenienz und der Be-quemlichkeit, verbunden mit der unbezweifeltsten Sicherheit,begleiteten sie zwar überall auf ihrem Wege; allein der feineGrschmach und die zärtliche Galanterie, die bewiesen, daß dieseAufmerksamkeiten einer schönen und jungen Dame galten,wurden nunmehr vermißt. Die klarste Quelle und der schat-