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ein junger Ritter Ehre zu gewinnen strebe — natürlich auch,daß er ein so ehrenvolles und wichtiges Amt, wie daswar, welches er seinem Neffen übertragen wollte, gern undwillig annehme, und dcßwegcn fand er nichts Sonderbaresdarin, daß der junge Mann, indem er sein neues Amt willigübernahm, einiges Bedauern darüber empfand, daß er dieAussicht auf ehrenvolle Abenteuer verlor. Er beantwortetedaher die abgebrochenen Einwendungen seines Neffen nurdurch ein mildes Lächeln, und verließ, nachdem er seinen frü-her» Entschluß bekräftigt hatte, den jungen Mann, um nachMuße über die Veränderung seiner Bestimmung nachzudcnken,er selbst aber machte einen zweiten Besuch in dem Benedik-tinerkloster, und theilte den gefaßten Entschluß der Aebtissiuund seiner Braut mit- Der Mißmuth der Acbtissin warddurch diese Mittheilung keineswegs vermindert. Denn siestellte sich, als ob sie sehr wenig Antheil daran nehme. Sieberief sich auf ihre religiösen Pflichten und ihre Unkenntnißin weltlichen Dingen, falls sie sich in den Gebräuchen derWelt irren sollte; doch habe sie, sagte sie, bisher geglaubt,daß die Beschützer der jungen und schönen Individuen ihresGeschlechtes aus den bejahrtern Individuen des andern ge-wählt werden.
„Eure eigene Ungefälligkeit, Lady," antwortete der Constabel,„läßt mir keine bessere Wahl zu, als diejenige, welche ich ge-troffen habe. Da Evelinen ihre nächsten Freunde nicht ge-statten wollen, unter einem Dache zu wohnen, des Anrechtswegen, mit dem sie mich beehrt hat, so wäre ich meinerseitsmehr als undankbar, wenn ich ihr nicht den Schutz meinesnächsten männlichen Erben sicherte. Damian ist jung, alleintreu und redlich; auch bietet mir Englands Ritterschaft keinebessere Wahl dar.