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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
305
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Augen vor Zorn funkelten und seine Wangen eine wildeGlut- überströmte.

»Meine gnädige und ehrwürdige Verwandte," sagte Eve-line, ihre ganze Entschlossenheit aufdictend,und Ihr meinguter Lord, fühlt Euch nicht beleidigt, wenn ich Euch bitte,nicht durch grundlosen Verdacht und schnelles Aufbrausen Eureund meine schwierige Lage zu verschlimmern. Mylord! dieVerpflichtungen, die ich gegen Euch habe, find der Art, daßich mich nie von ihnen lossagen kann, da Ihr mir Vermögen,Leben und Ehre gerettet- Wißt! daß ich in der Angst mei-ner Seele, als ich von den Wallisern auf meiner Burg Ksräs<toloureu8e belagert ward, der heiligen Jungfrau gelobte,daß ich, meine Ehre abgerechnet, mich dem ganz zu eigengeben werde, durch dessen Arm mich Unsere Frau aus jenerTodesangst erretten werde. Indem fie mir einen Befreiergab, gab fie mir einen Herrn; auch könnte ich keinen edlernwünschen als Hugo von Lacy."

Gott verhüte, Lady," sagte der Constabcl, in hastigemTone, als befürchte er, sein Entschluß möchte wanken, ehe erdie Entsagung auszusprechen vermocht habe,daß ich Euchdurch eine solche Verpflichtung, welcher Ihr Euch in deräußersten Noth unterworfen habt, an irgend einen Entschlußzu meinen Gunsten, der Euren Neigungen Zwang anlegenkönnte, binden wollte."

Die Aebtisfin selbst konnte nicht umhin, dieser Aeußerungihren Beifall zu schenken und zu erklären, fie sei eines nor-mannischen Edeln würdig; allein zu gleicher Zeit wandte sichihr Blick auf ihre Nichte, und schien fie zu ermahnen, von deLacy'S Edelmuthe Gebrauch zu machen.

Allein Eveline fuhr mit auf den Boden gehefteten Blickenund leicht gerötheten Wangen fort, ihre eigenen Gefühle aus-

Die Verlobten. 20