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Ihümer verachtet. — Nun gut, ehrwürdiger Vater, cs magso sein — wenn die Kirche die Sarazenen durch Stallknechteund Troßbuben aus dem heiligen Lande verjagen kann, warumpredigt Ihr Ritter und Edle von derHeimatb und dem Landeweg, das sie zu beschützen und zu vertheidigen geboren sind?"
Fest den Constabel anblickend, erwiedcrte der Erzbischof:„Nicht Eures fleischlichen Wohles willen entreißen wir EuchRitter und Barone Euren Festlichkeiten und mörderischenFehden — was Ihr die Heimath genießen und Eure Güterbeschützen heißt — nicht jedoch, als ob die Allmacht EurerHülfe zur Ausführung des großen längst bestimmten Befrei-ungswerkcs bedürfte — sondern zum Wohle Eurer unsterb-lichen Seelen." Diese leßtern Worte sprach er mit großemNachdrucke aus.
Ungeduldig schritt der Constabel auf und nieder, undmurmelte vor sich hin: „Dies ist der lustige Lohn, wegendessen Heere auf Heere aus Europa getrieben wurden, umdie Sandwüsten Palästina's mit ihrem Blute zu tränken.Dies sind die eitlen Versprechungen, um die wir unsere Hei-maih, unser Eigenthum und unser Leben hingeben sollen."
„Ist es Hugo von Lacp, der so spricht," fragte der Erz-bischof, sich von seinem Sitze erhebend. „Ist er es, der denRuf eines Ritters — die Tugend eines Christen — die Be-förderung seiner irdischen Ehre — den unermeßlicher» Ge-winn seiner unsterblichen Seele verschmäht? — Ist er es,der einer wirklicher» und wesentlicher» Belohnung — d- h.Ländereien oder Schätzen, die er sich in den Kämpfen mitseinen minder mächtigen Nachbarn zu Hause erwerben kann— nachstrebt, während ihn ritterliche Ehre und himmlischerGlaube, sein Gelübde als Ritter und seine Taufe als Christzu einem ruhmvollern und gefährlicher» Kampfe rufen? Kann