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konnte sich nicht verhehlen, daß er durch den Versuch, seinemGelübde als Kreuzfahrer zu entgehen, den gerechten Tadelder Kirche auf sich lade. Er nahm daher nicht ungerne an,daß sein kalter und verächtlicher Empfang von Seiten Bald-wins als ein Theil der Strafe betrachtet werden müsse, dieer sich, wie ihm sein Gewissen sagte, durch sein Betragen zu-gezogen habe.
Nach einem kurzen Zwischenräume erging endlich an deLacy die Einladung, den Palast des Bischofs von Gloucesterzu betreten, in dem er mit dem Primas von England Zusam-mentreffen sollte; allein mehr als eine kurze Pause in derHalle und den Vorzimmern verstrich, bevor er vor Baldwillerscheinen durfte.
Der Nachfolger des berühmten Decket hatte weder dieausgedehnten Absichten noch den hochstrebenden Geist diesesmerkwürdigen Mannes; allein andererseits mag es, so heiligder Letztere auch gesprochen ward, immer bezweifelt werden,ob er in seinen Bestrebungen für das Wohl des Christenthumshalb so aufrichtig war, als der gegenwärtige Erzbischof.Baldwin war in der That höchst geeignet, die Macht zu schützen,welche die Kirche gewonnen hatte, allein er war vielleicht zuaufrichtigen und edeln Sinnes, als daß er sie hätte ausdehneukönnen. Die Beförderung des Kreuzzuges war das Haupt-geschäft seines Lebens, der Erfolg desselben der Hauptgegen-stand seines Stolzes, und wenn auch das Bewußtsein derMacht seiner Beredtsamkeit, und der Kunst, die Gemüther derMenschen für sein Vorhaben zu gewinnen, mit seinem reli-giösen Eifer vermischt war, so bcwieß doch sein ganzes Lebenund späterhin sein Tod vor Ptolemais, daß die Befreiungdes heiligen Grabs aus den Händen der Ungläubigen daswahrhafte Ziel aller seiner Bestrebungen war. Hugo von
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