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24 (1852) Die Verlobten
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die Unabhängigkeit seines Thrones zu behaupten, hatte cineikso unglücklichen Ausgang, daß er, gleich einer unterdrücktenEmpörung, die Macht der geistlichen Herrschaft nur noch ver-stärkte. Seit dem Unterliegen des Königs in jenem unheil-vollen Kampfe hatte die Stimme Roms überall, wo sie er-tönte, doppelte Kraft, und die kühnsten englischen Großen hiel-ten es für weiser, sich ihren gebieterischen Aussprüchen zuunterwerfen, als eine geistliche Rüge, die so viele weltlicheNachtheile mit sich führte, auf sich zu laden. Daher verbrei-tete die geringschätzige und verächtliche Art, auf die der Con-stabel von Baldwin behandelt wurde, ein lähmendes Erstau-nen unter den versammelten, zu Zeugen seines Verlöbnisseseingeladenen Freunden. Als er den stolzen Blick rings um-her warf, bemerkte er, daß Mancher, der in jedem andernStreite, hätte er selbst seinem Monarchen gegolten, furchtlosund auf Leben und Tod ihm zur Sette gestanden sein würde,bei dem bloßen Gedanken eines Zwistes mit der Kirche er-blaßte. Sowohl verlegen als erzürnt durch ihre Furchtsam-keit beeilte sich der Constabel, sie mit der allgemeinen Versiche-rung zu entlassen, daß Alles sich zum Besten kehren werdedaß seines Neffen Krankheit nur ein unbedeutendes Uebelbe-findcn sei, das ein grillenhafter Arzt übertrieben und seineeigene Sorglosigkeit etwas vergrößert habe und daß diescheinbar unhöfliche Art, auf die ihm die Aufforderung desBischofs überschickt worden sei, bloß von ihrer gegenseitigenVertraulichkeit herrühre, vermöge der sie sich manchmal scherz-weise erlauben, die gewohnten Formen des Verkehrs zu um-gehen oder zu vernachlässigen. »So groß ist die Dcmuthund Gleichgültigkeit jenes würdigen Pfeilers der Kirche gegendiese weltlichen Rücksichten, daß, wenn dringende Geschäftemich eilends zu dem Prälaten riefen, ich ihn nicht zu beleidi-