gend, im Begriffe, ihn von dem Boden aufzuziehen, als sicdurch die eilige Ankunft eines Boten unterbrochen wurde, derohne alle Umstände in das Zunmer trat, und dem Constabeldie Nachricht brachte, sein Neffe befinde sich so schlecht, daßer, wenn er ihn noch beim Leben antreffen wolle, sich augen-blicklich nach seiner Wohnung begeben muffe.
Der Constabel fuhr auf und nahm in kurzen Worten vonEvelinen und den Gästen Abschied, die über diese neue undunheilvolle Kunde bestürzt, bereits im Begriffe standen, sichwegzubegcben; allein während sich der Constabel der Thürenäherte, trat ihm ein Voriordercr des geistlichen Gerichts ent-gegen, dem seine Amtokleidung ungehinderten Eingang in denklösterlichen Bezirk verschafft hatte.
„Deus vodi8cum!" sagte der geistliche Bote, „ich möchtewissen, wer in dieser edlen Versammlung der Constabel vonChester ist?"
„Ich bin es," antwortete der ältere von Lacy; „allein,wenn dein Geschäft nicht höchst dringend ist, so kann ich jetztnicht mit dir sprechen. Eine Angelegenheit, bei der es sich umLeben und Tod handelt, erheischt meine Gegenwart."
„Ich nehme alle Christen zu Zeugen, daß ich meine Pflichterfüllt habe," sagte der Vorforderer, dem Constabel ein BlattPergament überreichend.
„Was soll das, Bursche," sagte der Constabel im höchstenUnwillen — „für wen, oder für was hält mich Euer Herr,der Erzbischof, daß er mit mir auf eine so unhöfliche Weiseverfährt, und mich mehr wie einen Verbrecher, als einenFreund oder Edelmann vor sich ruft."
„Mein gnädiger Herr," antwortete der Bote in stolzemTone, „ist Niemanden, als dem heiligen Vater, für die Aus-übung der ihm durch die Gesetze der Kirche ertheilten Macht