Es schien, als ob Eveline im Begriff stehe, dem Constabelzu antworten, allein nicht sogleich Worte finden könne.
Die treue Rosa beeilte sich, selbst auf die Gefahr hin, alszu voreilig zu erscheinen, das Compliment zu beantworten.„Eine jede Jungfrau," war ihre Antwort, „ist verpflichtet, zuglauben, was Ihr sagt, mein edler Herr, da sie weiß, wiewillig dieses Blut stets zum Schutze der Unglücklichen, undvor Kurzem erst zu unserer eigenen Rettung geflossen ist."
„Gut gesprochen, du Kleine," antwortete der Constabel,„und Lady Eveline ist glücklich, daß sie ein Mädchen besitzt,die so trefflich zu reden weiß, wenn es ihr selbst beliebt, zuschweigen."
„Kommt Lady," fugte er hinzu; „wir wollen hoffen, daßder Unfall meines Vetters bloß ein dem Schicksal dargebrach-tes Opfer ist, das die glänzendste Stunde nie ohne irgendeinen trübenden Schatten vorübergehen läßt; Damian wirdsich, hoffe ich, in Kurzem erholen; und wir wollen eingedenksein, daß die Blutstropfen, die Euch in Bestürzung setzten,das Werk eines heilbringenden Stahles und mehr Zeichender Genesung, als der Krankheit find. — Kommt, theuersteLady, Euer Schweigen macht unsere Freunde muthlos, underweckt in ihnen Zweifel über die Aufrichtigkeit der ihnenschuldigen Bewillkommnung; erlaubt mir, daß ich Euch be-diene;" mit diesen Worten nahm er ein silbernes Handbeckenund ein Serviett von dem neben ihm stehenden und mit rei-chem Silbergeschirr beladenen Schenktische, und überreichte esknieend seiner Braut.
Eveline bestrebte sich, die Unruhe zu überwältigen, die eingewisser gemuthmaßter Zusammenhang des gegenwärtigenVorfalls mit der Erscheinung in Baldringham in ihr erweckthatte, und eben war sie, der Laune ihres Verlobten sich fü-