264
mein Neffe unbesonnen genug war, sich in der Fieberhitze sei-ner Krankheit hieher zu wagen, so hättet Ihr so verständigsein sollen, ihn davon abzuhalten, und hättet Ihr auch Zwangund Gewalt anwenden muffen."
„Es kann wohl sein," sagte Randal von Lacy, der sich un-ter die Menge mischte, die die Ursache, welche sie hieher ge-führt hatte, vergessend, sich um Damian versammelte, „daßder Magnet, welcher unsern Vetter hieher trieb, mächtigerwar, als Alles, was der Arzt thun konnte, um ihn zurückzu-halten."
Der Constabel, der noch immer mit seinem Neffen be-schäftigt war, blickte auf, als Randal sprach, und als er aus-geredet hatte, fragte er ihn mit steifer Kälte: „Ach! guterLetter, von welchem Magnet sprecht Ihr?"
„Sicherlich von Eures Neffen Liebe und Achtung für EureHerrlichkeit," antwortete Randal, „die, seiner Ehrfurcht fürLady Evelinen nicht zu gedenken, ihn nothwendig hieher trei-ben mußten, wenn seine Glieder ihn noch zu tragen imStande waren — und hier kommt die Braut, um ihm,glaube ich, für seinen Eifer zu danken."
„Welch' ein unglücklicher Vorfall ist dieß," sagte LadyEveline, sich höchst bestürzt über Damians Gefahr, von dersie so eben benachrichtigt worden war, herbeidrängend. „Kön-nen meine unbedeutenden Dienste in Nichts von einigemNutzen sein?"
„In Nichts, Lady," sagte der Constabel, sich von seinemNeffen erhebend und ihre Hand ergreifend. „Eure Güte isthier übel angebracht. Diese bunte Menge, diese ungeziemendeVerwirrung schicken sich nicht für Eure Gegenwart."
„Außer wenn sie nützlich sein könnte, Mylord," sagteEveline in hastigem Tone. „Euer Neffe ist's, der in Gefahr