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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
246
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die Nachricht von der Errettung aus der Gewalt der Walli-ser überbracht hatte; und die Gelegenheiten, bei denen siemit einander zusammengetroffen waren, hatten, so traurig sieauch waren, eine gewisse angenehme Erinnerung in ihr zu-rückgelassen: so einnehmend war des Jünglings Benehmen,und so tröstend der Ausdruck seiner Thcilnahme gewesen-Sie wünschte ihn zu sehen, um selbst über die Natur seinerKrankheit urthcilen zu können; denn, gleich andern Frauenihrer Zeit, war sie mit der Heilkunde nicht ganz unbekannt,und hatte von Vater Aidrovand, der selbst kein gemeinerArzt war, gelernt, wie aus Pflanzen und Kräutern, die inplanetarischen Stunden gesammelt worden waren, Heilkräftegezogen werden mußten. Sie hielt es daher für nichts Un-mögliches, daß ihre Kenntnisse in dieser Kunst, so gering sieauch waren, dem Jünglinge, welcher bereits ihr Freund undBefreier war, und in Kurzem ihr sehr naher Verwandterwerden sollte, einigen Nutzen gewähren könnten.

Picht ohne ein gewisses freudiges Gefühl, mit welchem sicheinige Verwirrung paarte (ohne Zweifel hatte diese ihrehauptsächlichste Quelle in dem Gedanken, daß sie einem sojungen Patienten gegenüber als ärztliche Rathgeberin auf-treten wolle), vernahm sie daher eines Abends, als das Klo-ster sich gewisser Angelegenheiten wegen versammelt hatte,von Dame Gillian, daß der Vetter des Lord Constabel sie zusprechen wünsche. Hastig ergriff sie den Schleier, den sie inGemäßheit der Sitte des Hauses trug, und stieg eilends indas Sprechzimmer hinab. Dame Gillian hieß sie ihr zu fol-gen; allein diese fand nicht für gut, ihrem Befehle zu ge-horchen.

Als sie in das Gemach trat, nahete sich ihr ein Manu,den sie zuvor nie gesehen hatte. Sich unverzüglich auf ein