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Das Gespenst beugte sich bei diesen Worten über mich -in,und senkte seine blutigen Finger, als ob es mein Gesicht be-rühren wollte. Da gab mir der Schrecken plötzlich die Kraft,deren er mich zuvor beraubt hatte. Ich schrie laut auf — *
das Fenster des Gemachs wurde mit lautem Geräusch auf-gerifsen — und — allein warum soll ich dir alles dies erzäh-len, Rosa, da du durch die Bewegungen deiner Augen unddeiner Lippen so deutlich zu verstehen gibst, daß du michfür eine einfältige und kindische Träumerin hältst "
„Zürnet nicht, meine theure Ladp." sagte Rosa, „ich glaubein der That, daß die Here, welche wir Mara°>) nennen,mit Euch zu schaffen gehabt hat; allein sie wird, wie Ihrwißt, von den Acrzten für kein wirkliches Gespenst gehalten,sondern bloS für ein Geschöpf unserer durch Ursachen, welcheaus körperlicher Unpäßlichkeit entspringen, in Unordnung ge- '
rathenen Einbildungskraft."
„Du bist ein gelehrtes Mädchen," sagte Eveline ärgerlich;
„allein, wenn ich dich versichere, daß mir mein guter Engelin menschlicher Gestalt zu Hülfe kam — daß bei seiner Er-scheinung der Feind verschwand, und daß er mich auf seinenArmen aus dem Schreckenszimmer trug, so wirst du wohlals eine gute Christin meiner Erzählung mehr Glauben bei-meffen."
„Gewiß! gewiß! meine theuerste Gebieterin, ich kann nicht;"erwiederte Rosa, „gerade der Erscheinung dieses Schutzengelswegen halte ich das Ganze für einen Traum. — Eine nor-männische Schildwache, die ich selbst zu diesem Ende von -
ihrem Posten abrief, kam Euch zu Hülfe; sie brach in EuerGemach ein, und brachte Euch in dasjenige Zimmer, in welchem
*) Der Alp.