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Gillian, von Furcht und Verwunderung halb außer sich,häufte AuSrufungrn auf Fragen, und vermischte Fragen mitHülfürufen, bis sie Rosa ernst und in einem Tone zurechtwies,der ihre zerstreuten Sinne wieder zu sammeln schien. Siefaßte sich endlich in so weit, daß sie eine Lampe holte, die indem Zimmer, das sie so eben verlassen hatte, brannte, undsich wenigstens einigermaßen durch die Anralhung und An-wendung der gewöhnlichen Mittel, durch die das entfloheneBewußtsein wieder zurückgerufen wird, brauchbar machte. IhreMühe ward endlich belohnt, denn Eoeline seufzte tief auf,und öffnete ihre Augen, allein sie schloß sie alsbald wieder,und ihr Haupt auf Rosa's Busen niedersenkend, ward sie voneinem starken, fieberhaften Schaudern ergriffen. Ihre treueDienerin rieb indessen ihre Hände und Schläfe abwechSlungS-weise mit liebevoller Emsigkeit, und verband häufige Liebko-sungen mit diesen Bemühungen, bis sie endlich laut ausrief:„sie lebt! — sie erholt sich wieder; gelobt sei Gott!"
„Gelobt sei Gott!" wiederhallte es in einem feierlichenTone vom Fenster des Gemachs, und als sich Rosa erschrecktnach demselben umwandte, gewahrte sie das bewehrte undbebuschte Haupt des Kriegers, der ihnen zu so gelegener Zeitzu Hülfe gekommen war, und sich nun auf seine Waffen ge-stützt so weit erhoben halte, daß er in das Innere des Ge-machs sehen konnte.
Augenblicklich rannte Rosa zu ihm hin- „Geht — geht,guter Freund," sagte sie, „Ihr sollt Euren Lohn zu einer an-dern Zeit erhalten. Geht, hurtig geht — doch bleibt dortans Eurem Posten, ich will Euch herbeirufen, wenn eS nochferner nöthig ist. Geht — seid treu und verschwiegen."
Der Soldat gehorchte, ohne ein Wort zu erwiedern, undRosa sah ihn alsbald in den Graben hinabsteigen- Sie kehrte