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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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daß in Evelinens Gemache kein Geräusch zu vernehmen sei,begann sie einige Vorkehrungen zu ihrer eigenen Ruhe zutreffen. Zu diesem Ende ging sie in das äußere Vorzimmer,wo Dame Gillian, deren Besorgnisse den schlasbringendenWirkungen eines reichlichen Schlucks Iitlie-nlo8 (Ale von derbesten und stärksten Gattung) Platz gemacht hatten, einen sotiefen Schlaf schlief, als dieses edle sächsische Getränk immernur gewähren konnte.

Einen unwilligen Tadel über ihre Trägheit und Gleich-gültigkeit murmelnd, nahm Rosa von dem leeren für sie be-reiteten Lager die Decke weg, schleppte sie in das innere Vor-zimmer und brachte sie in eine solche Lage, daß sie mit Hülfeder Binsendccken, die sich in dem Gemache befanden, eine Artvon Lager bildete, auf dem sie halb sitzend, halb rückgelchnt,die Nacht zuzubringen entschlossen war. In dieser Stellungund ihr Auge auf den blassen Planeten gerichtet, der in vollerGlorie den blauen, mitternächilichen Himmel durchsegelte, be-schloß sie, es solle kein Schlaf ihr Augenlied besuchen, bevorder anbrechende Morgen sie von EvelinenS Sicherheit über-zeugt habe.

Ihre Gedanken verweilten indessen auf der undegränztenund in Schatten gehüllten Welt, jenseits des Grabes, und aufder großen vielleicht jetzt noch unentschiedenen Frage, ob dieTrennung ihrer Bewohner von-denen dieser zeitlichen Sphäreabsolut und entschieden sei, oder ob sie durch Motive, welchewir nicht würdigen können, angeregt, eine dunkle Verbindungmit denen zu unterhalten fortfahren, die noch in irdischerRealität, d. h. in Fleisch und Blut umherwandeln. Dieß ab-läugnen würde in dem Zeitalter der Kreuzzüge und derWunder der Ketzerei schuldig gemacht haben; allein Rosalehrte ihr fester und gesunder Verstand, wenigstens an der