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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
211
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legungen, zu welchen das Ganze unwillkürlich führte, stillteneinigermaßen die Besorgnisse, mit denen die Ereignisse desAbends Rosa erfüllt hatten.Warum sollte ich," dachte siebei sich selbst,wenn ich die Sache genauer überlege, fürLady Evelinen so besorgt sein? Es ist unter den stolzenNormannen und den mürrischen Sachsen kaum eine Familievon Auszeichnung, die sich nicht durch eigenthümliche, aber-gläubische Gebräuche von andern unterschiede, als ob sie csunter ihrer Würde hielten, gleich einer armen einfachen Fla-mänderin, wie ich bin, in's Himmelreich einzugchen. Könnteich nur eine normännifche Schildwache sehen, so würde ichmich von der Sicherheit meiner Gebieterin überzeugt halten. Und sieh! dort schleicht einer im Schatten einher, in seinenlangen weißen Mantel gehüllt, und die Spitze seiner Lanzevom Mondlichte versilbert. He! Da! Herr Kavalier!"

Der Normann lenkte auf diesen Ruf seine Schritte zurückund näherte sich dem Graben.

Was beliebt Euch, Jungfrau?" fragte er.

Das Fenster hier, das dem meinigcn zunächst steht, istdas der Lady Eveline Verenger, die ihr zu bewachen ange-wiesen seid. Habt die Gefälligkeit, auf diese Seite desSchlosses Euer vorzüglichstes Augenmerk zu richten."

Zweifelt nicht daran, Lady," antwortete der Ritter, undsich in seinen langen LIispps oder kriegerischen Wachtmantelhüllend, zog er sich unter einen großen, in einiger Entfernungstehenden Eichbaum zurück und blieb hier mit übereinanderge-schlagenen Armen, und auf seine Lanze gelehnt, stehen, mehreiner Waffentrophäe als einem lebenden Krieger ähnlich.

Ermuthigt durch das Bewußtsein, daß im Nothfalle Hülfenahe sei, zog sich Rosa in ihr kleines Zimmer zurück, undnachdem sie eine ZciNang gelauscht, und sich überzeugt hatte,