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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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Ich will sehen, ob die Normannen auf ihrem Posten sind,da ich mich auf sie verlassen muß, falls Gefahr drohen sollte."

Dieses in ihrer Seele bewegend trat Rosa Flammock andas Fenster des kleinen Gemachs, um sich von der Wachsam-keit der Schildwache zu überzeugen, und die Stellung desVorp8 cle ksräs genau zu erspähen. Der Mond, dessen volleScheibe sichtbar war, setzte sie in den Stand, die Beschaffen-heit des vor ihr liegenden Bodens genau zu erforschen. Siefand sich allererst sehr getäuscht, als sie bemerkte, daß dieReihe Fenster, die sowohl den zwei Vorzimmern, als demgeheimnißvollen Gemache selbst, Licht ertheilte, statt dem Erd-boden so nahe zu sein, als sie geglaubt hatte, auf einen altenGraben hinabsah, durch den sie von dem jenseitigen ebenenGrunde getrennt war. Die Vertheidignng, welche dieser Gra-ben gewährte, schien schon seit langer Zeit unbeachtet wordenzu sein, und sein vollkommen ausgetrockneter Grund war anvielen Orten mit Büschen und niedrigen Bäumen bedeckt, diegegen die Mauer des Schlosses emporstiegen, und vermittelstwelcher, wie es Rosa schien, die Fenster leicht erstiegen undin die Wohnung eingedrungen werden konnte. Der an dasSchloß angränzcnde Raum war in einem beträchtlichen Gradelicht und offen, und die bleichen Strahlen des Mondes schlum-merten ans seinem dichten und schönen Rasen, mit den langenSchatten der Thürme und Bäume vermischt. Jenseits dieserEsplanade lag die Waldung mit wenigen gigantischen Eichen,die einzeln längs der Gränze ihres finstern und weiten Ge-biets hingcstreuet waren, gleich Kriegshelden, die vor einemin Schlachtordnung stehenden Heere kampfbegierig festen Fußfassen.

Die milde und ruhige Schönheit einer so herrlichen Scene,die rings umher herrschende Stille, und die reisern lieber»