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zwei fackelntragenden Dienerinnen begleitet, in das gefürchteteGemach zu führen bereit war.
Ihre Fackeln funkelten längs der rauhgebauten Mauernund der dunkelgewölbten Decken einiger langgewundener Gängehin. Dann setzte sie ihr Lickt in den Stand, die Stufen ei-ner Wendeltreppe hinabzusteigen, deren Ungleichheit und Hol-perigkeit ihr Alterthum verriethen; und endlich gelangte manin ein ziemlich geräumiges Gemach, in dem untern Geschoßedes Gebäudes, dem einige alte Tapeten, ein hochflackerndesFeuer auf dem Herde, des Mondes Strahlen, die durch einvergittertes Fenster verstohlen drangen, und die Zweige einesMprtenbaums, der an den Fenstern heraufwuchs, kein unfreund-liches Aussehen gaben.
„Dieß ist der Ruheort Eurer Dienerinnen," sagte Ver-mine, auf die Lagerstätten deutend, welche für Rosa undDame Glllian bereitet worden. „Wir," setzte sie hinzu, ge-hen weiter."
Sie nahm hierauf eine Fackel von den beiden Dienerinnen,die angstvoll zurückzubeben schienen, worin sie Dame Gilliaanachahmte, obwohl sie wahrscheinlich den Grund davon nichtkannte. Allein Rosa Flammock folgte ungeheißen und ohneZögerung ihrer Gebieterin, als Berwine sie durch ein engesPförtchen, am ober» Ende des Gemaches, in ein zweites aberleineres Vorzimmer — oder Kleiderkammer (Garderobe) —führte, an dessen Ende sich eine ähnliche Thüre befand. DieFenster dieser Garderobe waren mit Immergrün umrankt,und wie das erstcrc war es durch ein schwaches Mondlichterhellt.
Berwine blieb jetzt stehen, und auf Rosa deutend, fragtesie Evelinen, „warum folgt sie?"
„Meiner Gebieterin Gefahr zu theilen, welcher Art sie auch