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«Wenn Sachsen, Britten, Normannen und Flamänder,"antwortete Rosa kühn, „lernen werden, sich bei Einem Na-men zu nennen, und sich als Kinder des Landes, in welchemsie geboren worden find, zu betrachten."
„Ha!" rief Lady Baldringham, halb erstaunt und halbergötzt aus. Dann setzte sie, an ihre Verwandte sich wen-dend, hinzu, „das Mädchen hat Witz und Beredtsamkeit,sorge dafür, daß sie diese Gaben gebraucht, nicht aber miß-braucht."
„Sie ist so gutmüthig und treu als rasch und schnellbe-sonnen," sagte Eveline. „Ich bitte Euch, theuerste Tante,erlaubt, daß sie mir diese Nacht Gesellschaft leistet "
„DaS kann nicht sein — es würde Beide in Gefahr brin-gen. Allein mußt du dein Geschick erfahren, wie alle Frauenunseres Geschlechtes, deine Großmutter ausgenommen; undwas waren die Folgen davon, daß sie die Regeln unseresHauses vernachlässigte? Seht! ihre Enkelin steht jetzt vormir, eine Waise, in der Blüthe ihrer Jugend."
„So will ich denn gehen," sagte Eveline, mit einem Er-gebung ausdrückenden Seufzer. „Man soll nie von mir sa-gen, ich habe aus Furcht vor gegenwärtigem Schrecken zu-künftiges Weh bereitet."
„Eure Dienerinnen," sagte Lady Ermengarde, „mögen dasVorzimmer einnehmen, wo Euer Ruf sie fast erreichen kann.Berwine wird Euch das Zimmer zeigen — ich kann es nicht;denn wir, wie du wohl wissen wirst, die wir es einmal be-treten haben, kehren nicht mehr dahin zurück. Lebe wohl,mein Kind, und möge der Himmel dich segnen!"
Mit mehr menschlicher Rührung und Sympathie, als siebisher gezeigt hatte, grüßte sie Lady Eveliucn noch einmalund gab ihr ein Zeichen, Berwinen zu folgen, die sie, von