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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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204
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digte Allen die Stunde der Ruhe an. Der alte Spiclmannhemmte augenblicklich, und zwar in der Mitte einer Stanze,den Strom seines Gesanges, und die ganze Dienerschaft wareben so schnell auf den Füßen, als sie das Zeichen vernahm.Ein Theil derselben zog sich in seine Kammern zurück, ein an-derer zündete Fackeln an, oder nahm Lampen zur Hand, umdie Gäste zu ihren Ruhestätten zu geleiten. Unter diesenLetztern befand sich auch eine Schaar Kammerfrauen, denendie Pflicht auferlegt war, Lady Evelinen in ihr Schlafgemachzu führen. Ihre Tante nahm einen feierlichen Abschied vonihr, bekreuzte ihr die Stirne, küßte diese, und flüsterte ihr so-dann die Worte in's Ohr:sei muthig und sei glücklich."

Kann mein Kammermädchen, Rosa Flammock, oder meinePutzfrau, Dame Gillian, RaoulS Weib, nicht diese Nacht beimir in meinem Zimmer bleiben?" fragte Eveline.

Flammock Raoul!" wiederholte Ermengarde ärgerlich;besteht dein Haushalt aus solchen Leuten? Die Flamänderfind für die Britten der kalte Schlagfluß, die Normannen dashitzige Fieber."

Und die armen Walliser," sagte Rosa, deren Unwille ihreEhrfurcht vor der alten sächsischen Dame zu überwiegen be-gann,werden hinzufügen, daß die Angelsachsen die ur-sprüngliche Krankheit waren, und einer verwüstenden Pestilenzgleichen."

Du bist zu kühn, Schätzchen," sagte Lady Ermcngarde,auf das flamändische Mädchen unter ihren schwarzen Brauenhervorblickend;und doch ist Verstand und Witz in deinenWorten. Sachsen, Dänen und Normannen haben das Landgleich hintereinander hertobcnden Wogen überfallen. Allehatten Kraft genug, das zu unterwerfen, was sie zu erhaltennicht Weisheit genug besaßen. Wann wird es anders sein?"