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zu ihrer rechten Seite angewiesen. Berwine stellte jetzt dieweibliche Dienerschaft in die gebührende Ordnung, und alssie sah, daß jede mit der ihr angewiesenen Arbeit beschäftigtwar, setzte fie sich selbst nieder, um Spindel und Rocken zugebrauchen. In einem entfernteren Kreise waren die Män-ner mit der Ausbesserung ihrer landwirthschaftlichen Werk-zeuge, oder mit dem Putzen ihres Jagdgerälhs, unter derAussicht des Haushofmeisters Hundwolf, beschäftigt. ZurUnterhaltung der so versammelten Familie sang ein alter Spiel-mann zu einer, bloß mit vier Saiten bezogenen Harfe, einelange und dem Anscheine nach endlose Legende über einen re-ligiösen Gegenstand. Für Evelinen war diese Legende fastganz unverständlich durch die ungewöhnliche und verwirrendeKünstelei des Dichters, der um der Alliteration willen, diefür eine große Zierde der sächsischen Poesie galt, den Sinndem Klange aufgeopfcrt, und Wörter in der gezwungenstenund fernsten Bedeutung gebraucht hatte. Die Dunkelheitihres Sinnes ward noch durch häufige Elisionen und die un-geräumtesten und übertriebensten Beiwörter verstärkt.
Obgleich Eveline mit der sächsischen Sprache wohl bekanntwar, so hörte sie doch bald auf, dem Sänger zuzuhöre», umeinen Augenblick an die frohen Fabliaur und die phantasie-reichen Lais der normännischen Minstrels zu denken, dannaber mit ängstlicher Besorgniß verschiedene Muthmaßuugenüber das anzustcllen, was ihr wohl in dem geheimnißvollenZimmer, in dem fie die Nacht zuzubringen verurthcilt war,begegnen werde.
Endlich kam die Stunde der Trennung. Eine halbe Stundevor Mitternacht, — ein Zeitpunkt, den die Verzehrung derUngeheuern Wachskerze vergewisserte, — fiel die Kugel, diedaran befestigt war, klingend in das erzne Becken und kün-