die Gerichte inSgesammt von der groben und nahrhaften Gat-tung waren, welche die Sachsen bewunderten, die aber mitder verfeinerten und ausgesuchten Kochkunst der Normannenunvortheilhaft contrastirte, gleichwie der mäßige Becher desleichten schmackhaften Gascognerweins, über die Hälfte mitdem reinsten Wasser gemisst, mit dem kräftigen Ale, demstarkgewürzten Hippocras und andern berauschenden Geträn-ken, die Evelinen abwechslungswcise von dem HaushofmeisterHundwolf, der Gastfreundschaft des Hauses Baldringham zuEhren, vergebens angeboten wurden.
Eben so wenig als die Ueppigkeit des nahrhaften Mahleswar die im Hause Baldringham gebräuchliche Abendunterhal-tung nach Evelinens Geschmacke. Nachdem die Tische, aufdenen das Essen aufgetragcn worden war, aus dem Zimmerentfernt waren, begannen die Diener unter Anleitung desHaushofmeisters verschiedene lange Wachskerzen onzuzünden,von denen eine in Grade abgetheilt war, um die vorübcreilendeZeit zu bezeichnen, und sie in Theile abzusondern. Diese wur-den vermittelst erzener Kugeln angezeigt, die mit Fäden andie Kerze befestigt waren. Die Zwischenräume zwischen ihnenwaren darauf berechnet, eine gewisse bestimmte Zeit bis zuihrem Abbrenncn cinzunehmen, so, daß wenn die Flamme denFaden erreichte und die Kugeln nacheinander in ein erzenesBecken fielen, das zu ihrem Empfange aufgestellt war, ge-wissermaßen der Dienst einer modernen Uhr dadurch ver-sehen ward. Um dieses Licht setzte sich die Gesellschaft für denAbend.
Der hohe und geräumige Stuhl der alten Ermengardewurde, dem Herkommen gemäß, aus der Mitte des Zimmersan die wärmste Seite eines großen Rostes gestellt, der mitHolzkohlen angesüllt war. Ihrem Gaste wurde der Ehrenfitz