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24 (1852) Die Verlobten
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wie die Dame Ermengarde von ihrer Kleidung sprach, beant-wortete die letztere Frage nicht ganz ohne Geist.Die Modemag sich geändert haben, Madame," sagte sie;allein ichtrage bloß die Kleidung, die jetzt alle Mädchen meines Altersund Standes tragen. Was den Dolch betrifft, Madam, soist cs noch nicht lange her, daß ich ihn als meine letzte Zu-flucht gegen llnehre betrachtete."

Das Mädchen spricht gut und kühn, Berwine," sagteDame Ermengarde,und in der That, einige Stücke dieseseiteln Trödelkrams bei Seite gelassen, ist sie recht artig ge-kleidet. Dein Vater fiel, wie ich höre, als achter Ritter aufdem Schlachtfelds"

Ja, so fiel er," antwortete Evcline, und ihre Augen füll-ten sich mit Thränen bei der Erinnerung an den unlängst er-littenen Verlust.

Ich sah ihn nie," fuhr Dame Ermengarde fort;er hegtedie alte normannische Verachtung gegen den sächsischen Stamm,mit welchem sie sich bloß verheirathen, um Gewinn aus ihmzu ziehen, wie der Brombeerstrauch sich um die Ulme schlingt; nein, suche ihn nicht zu rechtfertigen," fuhr sie fort, alssie bemerkie, daß Evcline im Begriffe stand, den Mundzu öffnen;ich kannte den normännischen Geist lange ehe dugeboren wurdest."

In diesem Augenblicke trat der Haushofmeister in dasZimmer und fragte, nach einer tiefen Kniebeugung, seine Ge-bieterin, was sie hinsichtlich der normännischen Krieger, dieaußerhalb der Wohnung geblieben seien, gethan wissen wolle.

Normännische Krieger in dem Hause Baldringham!" riefdie alte Dame in wildem Tone aus;wer bringt sie hierherund zu welchem Zwecke?"

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