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24 (1852) Die Verlobten
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durch eine goldene, mit den kostbarsten Edelsteinen besetzteSchnalle befestigt. Ihr Gesicht, das einst schön oder vielmehrmajestätisch gewesen war, trug noch jetzt, obschon verwelktund mit Falten besetzt, das Gepräge einer melancholischen.Lüstern Größe, die mit ihrer Kleidung und Haltung in voll-kommenem Einklänge stand. In ihrer Hand hielt sie einenStab von Ebenholz; zu ihren Füßen ruhte ein hochbetagterWolfshund, der seine Ohren spitzte und starr seinen Nackenemporhob, als sich der Tritt eines Fremden, ein in diesenHallen so selten gehörter Schall, dem Sessel nahte, auf wel-chem seine betagte Herrin regungslos saß.

Ruhig, Thryme," sagte die ehrwürdige Dame, «und du,Tochter des Hauses Baldringham nähere dich, und fürchteseinen alten Diener nicht."

Der Hund sank bei diesen Worten wieder in seine vorigeruhende Stellung zurück, und den rothen Glanz seines Augesabgerechnet, hätte man ihn für ein hieroglpphisches, zu denFüßen irgend einer alten Priesterin des Wodan oder derFrcya liegendes, Sinnbild halten können; so sehr entsprachdas Aussehen Ermengarde's mit ihrem Stab und Epheukranzden Ideen der Heidenzeit. Allein wer sie darnach bcurtheilthätte, würde einer ehrwürdigen christlichen Matrone, die derheiligen Kirche zur Ehre Gottes und des heiligen Dunstanschon manchen Morgen Landes geschenkt hatte, sehr unrechtgethan haben.

Die Art, auf welche Ermengarde Evelinen empfing, stimmteganz mit ihrer Wohnung und ihrem Aeußern überein. Sieerhob sich nicht sogleich von ihrem Sitze, als das hochgeboreneMädchen sich ihr nahte, und ließ sie nicht einmal zu demKusse zu, den Eveline ihr reichen wollte; sondern ihre Handauf Evelinens Arm legend, drängte sie die Herannahende

Die Verlobten. 13