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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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aus deren jeder das Bild irgend eines sächsischen Heiligen,dessen barbarischer Name kaum in dem römischen Kalenderzu finden war, hcrvorgrinste.

Derselbe Bediente, der Evelincn die obige Einladung vonseiner Gebieterin überbracht hatte, trat jetzt vor, um ihr, wiesie meinte, beim Herabsteigen von ihrem Zelter behülflich zusein; allein er that dies bloS, um das Pferd beim Zaume indie gepflasterte Halle selbst und auf eine erhabene Platform,oder einen Baldachin zu führen, an dessen oberem Ende sieendlich absteigen durfte- Zwei Matronen von vorgerücktemAlter, und vier junge Frauen von edler Abkunft, durch Er-mengarde's Güte erzogen, harrten ehrerbietig der Ankunftder Verwandten ihrer Gebieterin. Gerne hätte sich Evelinebei ihnen nach ihrer Großtante erkundigt, allein die Matro-nen legten mit großer Ehrfurcht den Finger auf den Mund,als ob sie ihr dadurch Stille anempfehlen wollten; eineBewegung, die, in Verbindung mit der sonderbaren Art, aufdie sie in andern Hinsichten empfangen wurde, sie noch neu-gieriger machte, ihre ehrwürdige Verwandle zu sehen.

Bald ward ihre Neugierde befriedigt; denn durch eineFlügelthüre, die sich unweit dem Baldachin öffnete, ward siein ein großes und niedriges Zimmer geführt, das mit Tep-pichen behängen war. An dem einen Ende desselben saß,unter einer Art von Thronhimmel, die alte Lady von Bal-dringham. Achtzig Jahre hatten den Glanz ihrer Augen nichtverlöscht, oder ihre hohe Gestalt nur um einen Zoll nieder-gebeugt. Ihr graues Haar war noch immer in einer solchenFülle vorhanden, daß es eine Flechte bildete, die von einemKranz von Ephcublättcrn zusammengehalten war; ihr langesdunkelfarbiges Gewand umfloß sie in weiten Falten, und dergestickte Gürtel, der es um ihren Leib zusammenhielt, war