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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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krochen war. Sogar auf der Thürschwelle wuchs Gras, undüber derselben hing an einer erznen Kette ein Büffelhorn.Ein schweres Thor von schwarzem Eichenholze verschloß diePforte, die große Aehnlichkeit mit dem alterthümlichen Ein-gänge einer verfallenen Gruft hatte, und keine Seele erschien,um die Ankommenden zu empfangen.

Wäre ich an Eurer Stelle, Lady Eveline," sagte dievorwitzige Dame Giüian,so würde ich jetzt noch umlenken;denn es ist sehr unwahrscheinlich, daß dieses alte Kerkerlochchristlichen Leuten Nahrung und Obdach gewähren kann."

Eveline gebot ihrer unbescheidenen Begleiterin Schweigen,obwohl sie selbst, während sie Raoul den Befehl gab, in das ^Horn am Thore zu stoßen, mit Rosa einen Blick wechselte,in welchem man etwas, das an Furchtsamkeit gränzte, lesenkonnte.Ich habe gehört," sagte sie,daß meine Tante diealten Sitten so sehr liebt, daß sie ungerne Etwas in ihreHallen einläßt, das seinen Ursprung nicht wenigstens aus derZeit Eduards des Bekenners herleitet."

Raoul verwünschte indessen das rauhe Instrument, dasseine Geschicklichkeit beschämend keinen regelmäßigen Schall,sondern blos ein zitterndes und mißtönendes Gebrüll vonsich gab, das die alten Mauern, so dick sie waren, zu erschüt-tern schien. Dreimal wiederholte er seine Aufforderung, ehesie Einlaß erhielten. Beim dritten Blasen öffnete sich dieThüre und eine zahlreiche Dienerschaft beiderlei Geschlechtserschien in der dunkeln und engen Halle, an deren oberemEnde ein großes Holzfcuer seinen Feuerdampf einem alter-thümlichen Kamin zuschickte, dessen Vorderseite ungefähr eineso große Ausdehnung hatte, als eine Küche der neuern Zeit,und mit Verzierungen von massivem Steine geschmückt war.Oben an der Spitze gewahrte man eine lange Reihe Nischen,