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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
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hatte. Zwischen dem Reiter und dem Pferde herrschte einbeständiges Mißverständniß, das Naoul durch Flüche, unsanf-tes Zerren an dem Kapzaume und durch heftige Sporenstöße,Mahound aber (denn so war das Pferd getauft worden)durch Niederbücken, Bäumen und das eifrige Bemühen, sichdes Reiters auf jede mögliche Weise zu entledigen, so wiedurch wüthendcs Ausschlagen gegen Jeden, der sich ihm näherte,zu erkennen gab. Viele von der Dienerschaft waren der Mei-nung, Raoul wähle dieses zügellose, störrische Thier, so ofter in Gesellschaft seines Weibes reise, damit in Folge derverschiedenen Stöße, Luftsprünge und anderer AusschweifungenMahounds, dessen Hufe mit Dame Gillians Rippen gelegent-lich in Berührung kommen möchten. Und als nun der hoch-ansehnliche Haushofmeister seinem Klepper die Sporen gab,um die Hand seiner jungen Gebieterin zu küssen und Abschiedvon ihr zu nehmen, so schien cs den Umstehenden, als obRaoul Zaum und Sporen vorsätzlich so handhabte, daß Ma-hound in demselben Augenblicke ausschlug, und einer seinerHufen mit dem Schenkel des Haushofmeisters in Berührungkam. Er würde ihn wie ein vermodertes Schilfrohr zersplit-tert haben, wenn beide Theile einander um einige Spannennäher gewesen wären. Dennoch aber litt der Haushofmeisterbeträchtlichen Schaden, und diejenigen, welche das Grinsenauf Raouls essigsaurem Gesichte bemerkten, hegten wenigZweifel, daß Mahounds Hufen gewisse Winke und manchesverzogene Lächeln rächten, das, seit die Gesellschaft das Schloßverlassen hatte, zwischen dem mit der goldenen Kette ge-schmückten Beamten und der kokettischen Putzfrau gewechseltworden war.

Dieser Zwischenfall kürzte die unangenehme Feierlichkeitdes Abschieds zwischen der Lady und ihren Untergebenen ab,