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— Erlaubt, daß ich den Vater Aldrovand herbeirufe undihmEuren Willen kund thue — oder halt! — der gute Vaterhat selbst ein Auge auf den Glanz der Welt, der er entsagtzu haben glaubt. Er wird kein zuverlässiger Sekretär sein. —Ich will selbst zu dem Lord Constabel gehen. Mich kann seinRang nicht blenden, — sein Reichthum nicht bestechen, seineMacht nicht einschüchtern. Ich will ihm sagen, wie unritter-lich er handelt, daß er Euch in dieser Stunde des Kummersund der Trauer so ungestüm an die mit Eurem Vater ge-troffene Uebereinkunft mahnt, — wie ungottesfürchtig, daß ersich einem Mädchen aufdringt, dessen Herz nicht zu seinenGunsten entschieden hat — wie unweise, daß er eine Fraunehmen will, die er alsbald wieder verlassen, und der Ein-samkeit oder den Gefahren eines zügellosen Hofes preisgebenmuß."
„Du hast nicht Mut- genug zu einer solchen Gesandtschaft,Rosa," sagte ihre Gebieterin, ihr thränenbenetztes Angesichtzu einem trüben Lächeln über den Eifer ihrer jugendlichenBegleiterin gestaltend.
„Nicht genug Muth dazu! und warum nicht?" entgegnetedas flamändische Mädchen. „Ich bin weder ein Saracene,noch ein Walliser — seine Lanze und sein Schwert schreckenrnich nicht. Ich habe nicht zu seinem Banner geschworen;seine gebietende Stimme geht mich nichts an. Ich könnte ihm,mit Eurer Erlaubniß, frei heraussagen, daß er ein selbstsüch-tiger Mann ist, weil er seine Bewerbung um Gegenstände,nach denen er aus Stolz oder aus Genußsucht trachtet, durchschöne und ehrenvolle Vorwände zu beschönigen sucht, undhohe Ansprüche auf Dienste gründet, zu denen ihn die bloßeMenschlichkeit verpflichtete. Und wozu alles das! — der großede Lacy — hört doch ! — muß einen Erben seines edlen Hau-