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lich mit der Neigung Krieg führen muß? Warum wollt Ihrgegen Wind und Fluth rudern, wenn Ihr Euch eben so leichtdes günstigen Windes bedienen könnt?"
„Weil meine Lebensreise dahin geht, wo Wind und Fluthmir cntgegenkämpfen," antwortete Eveline. „Das Schicksalhat es mir so beschieden, Rosa."
„Bloß wenn Ihr Euch selbst dicß Loos wählt," antworteteRosa. „O hättet Ihr die blaffen, abgehärmten Wangen,die eingesunkenen Augen und das niedergeschlagene Wesenmeiner armen Mutter sehen können! Ach! ich habe zu vielgesagt."
„L>o war es also deine Mutter, von deren unglücklicherEhe du gesprochen hast," sagte ihre junge Gebieterin.
„Ja sie war eS — sie" — sagte Rosa, Thränen ver-gießend. „Ich habe meine eigene Schande aufgcdeckt, umEuch vor Kummer zu bewahren. Unglücklich war sie, obgleichschuldlos — so unglücklich, daß das Zerplatzen des Dammesund die Ueberschwemmung, in welcher sie umkam, ihr so will-kommen waren, als die Nacht dem müden Arbeiter. GleichEuch hatte sie ein Herz, das zum Lieben und Geliebtwerdengeschaffen war; und es hieße jenem stolzen Baron große Ehreerweisen, wenn man sagen wollte, sein Herz könne sich mitdem meines Vaters messen. — Dennoch war sie höchst un-glücklich. O laßt Euch warnen, meine theure Lady, und brechtdiese unheilkündende Verbindung ab!"
Eveline erwiederte den Händedruck, womit das zärtlicheMädchen ihren wohlgemeinten Rath bekräftigte, und mur-melte dann mit einem tiefen Seufzer: „Rosa, es ist zuspät."
„Niemals — niemals!" rief Rosa aus, im ganzen Zim-mer scharf umherblickend. „Wo sind die Schreibmaterialien?