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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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sei seiner Seele gnädig!) nicht das Unrecht anthun , zu glau-ben, er würde in dieser Sache etwas gefordert haben, dasEurer freien Wahl zuwider gewesen wäre."

»Allein mein Gelübde mein unseliges Gelübde, wie iches fast nennen möchte," sagte Eveline.Möge der Himmelmir meine Undankbarkeit gegen meine Beschützerin verzeihen!"

Auch das ficht mich nicht an," sagte Rosa. «Nie undnimmer werde ich glauben, daß Unsere mildthälige und mit-leidige Frau mir für ihren Schutz die Strafe auferlegcn würde,einen Mann zu heirathen, den ich nicht lieben könnte. Sielächelte, sagt Ihr, als Ihr zu ihr flehtet. Geht legt zuihren Füßen den Kummer nieder, der Euer Herz bedrückt,und seht, ob fie nicht wieder lächelt. Oder sucht um eineLossprechung von Eurem Gelübde nach sucht fie auf KostenEures halben Vermögens zu erhalten, ja, was sage ich?auf Kosten Eurer ganzen Habe. Wallfahrtet barfuß nachRom. Thut Alles, nur gebt Eure Hand nicht, wo Ihrnicht auch zugleich Euer Herz geben könnt."

»Du sprichst sehr warm, Rosa," sagte Eveline mit einemtiefen Seufzer.

»Ach! meine gütige Lady, ich habe Ursache dazu. Habeich nicht eine Haushaltung gesehen, in der keine Liebe warwo es zwar nicht an Verdiensten und gutem Willen, oder anRcichthum fehlte, wo aber doch Alles durch einen nicht bloßfruchtlosen, sondern auch strafbaren Gram verbittert ward "

Und doch glaube ich, Rosa, daß uns auch in einer solchenLage das Gefühl dessen, was wir uns und Andern schuldigfind, leiten und trösten kann."

Es wird uns vor Sünde, aber nicht vor Kummer be-wahren," antwortete Rosa;und warum sollten wir uns mitoffenen Augen in eine Lage stürzen, wo die Pflicht unaufhör-