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24 (1852) Die Verlobten
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hohen Grad von Wichtigkeit beizulcgen. Dies bewiesen diegroßen Vorkehrungen, die er dazu treffen ließ. Eveline hattesich eingebildet, er werde etwa fünf Minuten brauchen, umbis zum Schloßthore zu reiten, und wenn wirklich der An-stand einen Pavillon zu ihrer Unterredung nothwendig mache,so werde man fast in eben so kurzer Zeit gar wohl ein Zeltvon dem Lager nach dem Schloßthore schaffen und daselbstaufrichten können. Allein bald lag cs am Tage, daß derConstabel weit mehr Feierlichkeit und Prunk zu ihrer Unter-redung für nöthig erachtete; denn ungefähr ein halbe Stunde,nachdem Damian von Lacy das Schloß verlassen hatte, warennicht weniger als zwanzig Soldaten und Handwerksleute,unter der Leitung eines Herolds, dessen Waffenrock mit demWappen des Hauses Lacy geschmückt war, damit beschäftigt,vor dem Thore von Ksrse soloureuse eines jener prachtvollenZelte aufzuschlagen, die bei Turnieren und andern öffentlichenFeierlichkeiten gebraucht wurden. Es bestand aus purpur-farbner Seide, an der reiche Stickereien von Gold prangten,und hatte Stricke von demselben reichen Stoffe. Der Ein-gang war durch sechs Lanzen gebildet, deren Schafte mit Sil-ber eingelegt waren und deren Spitzen ganz aus diesem köst-lichen Metalle bestanden. Sie waren paarweise in den Bodengesteckt und oben gekreuzt, so daß sie eine Reihe von Bogenbildeten, die mit meergrüner Seide bedeckt, einen angeneh-men Gegensatz gegen den Purpur und das Gold des Zeltesbildeten. Das Innere des Zeltes stand, nach dem Geständ-uiß der Dame Gillian und Anderer, welche die Neugierde indasselbe gelockt hatte, der Außenseite an Glanz und Prachtnicht nach. Hier sah man orientalische Fußteppiche und Ta-peten von Gent und Brügge in üppiger Fülle vereint. Derobere Theil des Zeltes, der aus himmelblauer Seide bestand.

Die Verlobten. 11