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schließlich dem Kummer zu weihen, den ihr der Verlust ihresedlen VaterS verursachte. Jetzt, da dieser Kummer zwar nichtganz gestillt, allein doch durch die einsame und stete Beschäf-tigung mit demselben gewissermaßen abgestumpft war — jetztda sie vor dem erscheinen sollte, von dessen Rufe sie so vielesgehört, und von dessen mächtigem Schutze sie erst kürzlich sokräftige Beweise erhalte» hatte, wandte sich ihr Geist unwill-kührlich auf die Natur und die Folgen dieser wichtigen Zu-sammenkunft. Sie halte zwar Hugo von Lacy auf dem großenTurnier zu Chester, wo seine Tapferkeit und Gewandtheitvon jeder Zunge gepriesen wurden, gesehen und die Hul-digung, die er ihrer Schönheit durch die Ueberreichung desgewonnenen Preises dargebracht hatte, mit der trunkenenWonne geschmeichelter jugendlicher Eitelkeit empfangen; alleinvon seiner Person und Gestalt hatte sie kein klares Bild mehr;sie wußte nur noch, daß er ein Mann ^von mittlerer Größewar, eine besonders reiche Rüstung trug, und daß das An-gesicht, das unter dem ausgezogenen Visir hcrvorgedlickt hatte,ihrer jugendlichen Beurtheilungskraft fast eben so alt erschie-nen war, als das ihres Vaters. Diesen Mann, dessen Ge-stalt ihr nur noch dunkel vorschwebte, hatte ihre Beschützerinzu ihrem Retter und zum Rächer ihres Vaters erkoren, undihr Gelübde verpflichtete sie, ihn als den Schiedsrichter ihresSchicksals zu betrachten, wenn er es in der Thal der Mühewerth halten sollte, es zu werden. Vergebens spannte sie ihrGedächtniß auf die Folter, um sich wenigstens so viel vonseinen Gefichtszügen zurückzurufcn, daß sie seine Gemüthsarteinigermaßen hätte errathen können. Eden so quälte sich ihreBeurtheilungskraft mit Mutbmaßungen über das wahrschein-liche Betragen, das er gegen sie annehmen werde-
Der große Baron selbst schien ihrer Zusammenkunft einen