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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
95
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men im Allgemeinen eben so sanft und schüchtern war, als esjetzt als kühn, leidenschaftlich und unerschrocken erschien.Geht es mich nichts an," sagte sie,wenn man meines Va-ters ehrlichen Namen mit Verrätherci befleckt? Geht cs denStrom nichts an, wenn die Quelle getrübt wird? Es gehtmich sehr nahe an, und ich will wissen, wer der Urheber derVerläumdung ist."

Rosa," sagte Eveline,zügle deine unnütze Leidenschaft;der gute Vater kann deinen Vater nicht vorsätzlich ver-läumden wollen, obschon er vielleicht falsch berichtet wor-den ist."

Ich will ein unwürdiger Priester sein, wenn ich nichtspreche, was meine eigenen Ohren gehört haben. Bei demEide meines Ordens, ich hörte diesen Wilkin Flammock selbstmit dem Walliser wegen der Uebergabe von Ksrcks clouloureuseunterhandeln. Durch Hülfe dieses Panzers und dieser Stahl-haube wohnte ich einer Unterredung bei, bei der er keine eng-lische Ohren vermuthete. Auch sprachen sie flamändisch, alleinich verstehe dieses Kaudcrwälsch schon längst."

Das Flamändische," sagte das erzürnte Mädchen, dessenheftige Leidenschaft sie bewog, zuerst auf die ihr zuletzt zuge>fügte Beleidigung zu antworten,ist kein Kauderwelsch, wieEuer buntscheckiges Englisch, das halb normännisch, -alb säch-sisch ist, sondern eine edle gothische Sprache, die von dentapfern Kriegern gesprochen wurde, welche gegen die römischenKaiser Krieg führten, als Britannien den Nacken unter ihrJoch bog" und in Beziehung auf das, was der Mönch vonFlammock gesagt hatte, fuhr sie, ihre Ideen mehr ordnend,fort:Glaubet es nicht, meine theuerste Lad»; sondern wennIhr die Ehre Eures edlen Vaters werth haltet, so vertraut