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24 (1852) Die Verlobten
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vielmehr Göttinnen; allein dagegen verlangte er auch vonihnen eine Charakterstärke und eine Art des Benehmens, diebloß menschliche und natürliche Gefühle überstiegen und selbsteinigermaßen mit ihnen im Widerspruche standen. Die Hel-dinnen, die dieses System schuf, glichen nicht selten Gemäl-den, die in einem künstlichen Lichte gezeigt werden, dasstark und hell die Gegenstände, auf welche es fällt, unge-mein hervorhebt, das aber doch einen gewissen unwesent-lichen Glanz hat, und deßwegen, mit dem natürlichenLichte in Vergleichung gebracht, als blendend und übertrie-ben erscheint.

Nicht durfte die Waise von Ksrcle äoulourerme, die auseinem Heldengeschlechte entsprossen war, das einen Thor,Balder, Odin und andere zu Gottheiten erhobene Kriegerdes Nordens zu seinen Stammherrn zählte, sie, derenSchönheit unzählige Barden priesen, und deren Augen derLeitstern der gcsammten Ritterschaft an den Gränzen vonWales waren, ihren Vater mit den fruchtlosen Thräneneines Landmädchens beweinen.

Troß ihrer Jugend batte auch der klägliche Vorfall, vondem sie so eben Zeuge gewesen war, nicht so viel Schreck-liches für sie, als er für ein Mädchen gehabt haben würde,dessen Augen nicht an die rauhen und oft unheilvollenUebungen der Ritterlichkeit gewöhnt gewesen wären, dasnicht unter Menschen gelebt hätte, bei denen Krieg und Toddas unauflösliche Thema jeder Zunge waren, dessen Ein-bildungskraft nicht mit wilden und blutigen Vorfällen ver-traut gewesen wäre, oder das man endlich nicht gelehrthätte, einen ehrenvollen »Tod unter dem Schilde/' wieman damals den Tod auf dem Schlachtfelde nannte, fürein wünschenSwertheres Lebensende eines Kriegers zu halten,