Druckschrift 
24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

8 «

Zimmer, in das das Tageslicht nur einen matten Scheinwerfen konnte.

Der Walliser wurde mit verbundenen Augen hereinge-führt; jedoch aber absichtlich nicht so strenge bewacht, daß ernicht die auf den Zinnen getroffenen Vorkehrungen einiger-maßen hätte bemerken können. Auch hörte man von Außenein großes Waffengeräusch und laute Stimmen, als ob Offi-ziere die Runde machten kurz, Alles schien anzudcutcn,daß eine zahlreiche und regelmäßige Besatzung sich mit dergrößten Thätigkeit auf einen Angriff von Außen vorbereite.

Als die Binde von Jorworths Augen genommen wardenn derselbe Bote, welcher früher Gwenwhns Heirathsantragnach llsräe clouloureuse gebracht hatte, überbrachte jetzt seineAufforderung zur Uebergabe blickte er stolz umher und

fragte,wem er die Befehle seines Herrn, des Fürsten von

Powys, zu überbringen habe "

Se. Hoheit," antwortete Flammock mit seinem gewöhn-lichen gleichgültigen Lächeln, muß sich damit begnügen, mitWilkin Flammock von den Walkmühlen, dem rechtmäßig er-nannten Befehlshaber der Burg Kurse clouloureuse, zu unter-handeln."

Du, ein Befehlshaber!" rief Jorworth aus,du!ein gemeiner niederländischer Weber! das ist unmöglich.So gemeinen Sinnes auch die englischen Schufte sind, so

können sie doch nickt so tief gesunken sein, daß sie sich von

dir befehlen lassen. Diese Leute sind, wie es sckeint, Eng-länder, an sie will ich mich wenden."

Das könnt Ihr, wenn Ihr wollt," antwortete Wilkin;allein, wenn sie Euch anders als durch Zeichen antworten,o sollt Ihr mich einen Schelm heißen."

>,3st dieß wahr," redete der Walliser die Flammock um-