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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
74
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letztem bedürfen der Sporen, und die Flamänder muffen denWeinkrug wittern; aber glaubt mir, Vater, sie sind ein aus-dauerndes Geschlecht, und werden durchs Waschen nicht ein-gehcn. Allein wenn ich auch den Leuten einen Becher zu vielgäbe, so würde dieß doch auch sein Gutes haben, weil siewahrscheinlich bald eine Schüssel weniger bekommen werden."

Was wollt Ihr damit sagen?" rief der erschrockene Mönchaus.Bei allen Heiligen! Ich glaube, für Mundvorrath istgesorgt worden."

Nicht so gut, als in Eurem Kloster," erwiederte Wilkinmit unerschütterlichem Gleichmuthe.Wir haben, wir Ihrwisset werdet, zu üppige Weihnachten gehabt, als daß wirrecht fette Ostern bekommen könnten. Jene walliser Hunde,welche uns unsere Vorräthe verzehren halfen, werden nunwahrscheinlich, weil es uns an ihnen mangelt, in unsere Vestekommen."

Du sprichst baren Unsinn," entgcgnete der Mönch.Ge-stern Abend ertheilte unser Herr, dessen Seele Gott gnädigsein möge, den Befehl, die nöthigen Vorräthe aus der Ge-gend herbeizuschaffen."

Ja, aber die Walliser waren uns zu nahe auf der Haube,als daß wir diesen Morgen gemächlich hätten thun können,was schon vor Monaten hätte gcthan werden sollen. Unserverstorbener Herr, wenn er je verstorben ist, war Einer vondenen, die sich auf die Schärfe ihres Schwertes verließen, unddas sind nun die Folgen davon. Ich muß eine Armbrust undeine wohloerproviantirte Burg haben, wenn ich durchaus fech-ten soll. Ihr werdet blaß, mein guter Vater! EinBecher Wein würde Euch wieder stärken."

Der Mönch drängte den Becher, den ihm Wilkin mitbäurischer Höflichkeit an den Mund hielt, zurück und sagte: