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wenigstens zu behaupten suchend, welche die Sitten der Zeitgeboten — denn der Rittergeist hatte eben so wohl seinenStoicismus, als die Philosophie — antwortete Evcline miteiner Stimme, der sie vergebens Festigkeit zu crtheilen suchte,und die trotz ihrer Anstrengung bebte: „Ja Vater! Ihr habtRecht! Hier gibt es für Jungfrauen nichts mehr zu sehen.Kriegerische Ehre und ruhmvolle Thaten sanken unter, alsjene weiße Feder den blutigen Boden berührte. Kommt,Mädchen, hier ist nichts mehr für uns zu sehen. — Zur Messe— zur Messe — das Tournier ist vorbei." Es lag etwasWildes in ihrem Tone, und als sie sich erhob, als wolle sieeine Prozession anführen, so wankte sie und würde gefallensein, wenn ihr Beichtvater ihr nicht zu Hülfe gekommen wäre.Ihr Haupt hastig in ihren Mantel hüllend, als schäme sie sichdes Ausdrucks des Schmerzes, über den sie nicht Herr werdenkonnte, und von dessen Uebermaaß ihre Seufzer und die weh-klagenden Töne zeugten, die aus den Falten des ihr Gesichtumhüllenden Mantels drangen, erlaubte sie dem Vater Al-drovand, sie zu führen, wohin er wollte.
„Unser Gold," sagte er, „hat sich in Messing, unser Silberin Schlacken, und unsere Weisheit in Narrheit verwandelt —es ist der Wille dessen, der den Raih der Weisen zu Schan-den macht, und den Arm des Mächtigen verkürzt. In dieKapelle, Lady Eveline! Statt des vergeblichen Jammernslaßt uns zu Gott und den Heiligen beten, daß sie ihren Zornvon uns wenden, und die schwachen Ueberrcstc vor dem Ra-chen des reißenden Wolfes bewahren."
Während dieses Gespräches hatte er Evelinen, welche in.diesem Augenblicke weder zu denken noch zu handeln imStande war, in die Schloßkapelle -alb geführt und halb ge-tragen. Hier sank sie vor dem Altäre nieder, und nahm