68
verwundet hatte, mit der Last seines Leibes erdrückend. DerHelm des Reiters zerbrach feine Spangen durch den Fall,und entrollte dem ehrwürdigen Haupte, dessen edle Züge undgraue Haare entblößend. Rapmond strengte alle seine Kräftean, um sich von dem gefallenen Pferde loszumachen, allein,ehe ibm dies gelang, erhielt er den Todesstreich von der HandGwenwyn's, der kein Bedenken trug, ihn mit seiner Keuleniederzuschmettern, während er im Aufstehen begriffen war-
Während dieses ganzen blutigen Kampfes war DennisMorolt nicht von der Seite seines Herrn gewichen, und allenseinen Bewegungen, so zu sagen, takimäßig gefolgt. ES schien,als ob zwei verschiedene Körper nur von einer Willenskraftgeleitet würden. Er schonte seine Kraft oder strengte sie an,je nachdem er es seinen Gebieter thun sah, und war dichtneben ihm, als er sein letztes tödtlicheS Wagstück ausführte.In dem unheilvollen Augenblick, in welchem Raymond Ve-renger sich auf den Fürsten stürzte, drang der tapfere Knappebis zu der Standarte vor, und sie mit kräftiger Hand fassend,rang er um ihren Besitz mit einem gigantischen Britten, des-sen Obhut sie anvertraut worden war, und der jetzt seineäußerste Kraft anstrengte, um sie zu behaupten. Allein selbstwährend er diesen tödtliihen Kampf focht, wich sein Augenicht von seinem Herrn; und als er ihn fallen sah, schienseine Kraft ihn, so zu sagen durch eine sympathetische Ein-wirkung, plötzlich verlassen zu haben, und dem brittischcnKriegsmanne war es nun ein Leichtes, ihn niederzuschmettern.
Der Sieg der Britten war nun vollständig. Nach demFalle ihres Anführers würden Raymonds Krieger gerne ge-flohen sein, oder sich ergeben haben. Allein das erste warunmöglich, weil sie zu eng eingeschlossen waren, und in den