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24 (1852) Die Verlobten
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grausamen Kriegen, welche die Walliser auf ihren Gränzenführten, gab es keine Begnadigung für die Besiegten. Einigenwenigen der Gewappneten gelang es, aus dem Getümmel zuentkommen; allein sie wagten cs nicht, sich in die Burg zuwerfen, sondern flohen nach verschiedenen Richtungen, undtheilten ihre Furcht den Gränzbcwohncrn mit, indem sie ihnenden Verlust der Schlacht und das Schicksal des weltberühm-ten Raymond Verenger verkündeten.

Die Bogenschützen des gefallenen Ritters, die bisher nichtso tief in den Kampf, den hauptsächlich die Reiterei gesochtenhatte, verwickelt gewesen waren, wurden jetzt das allgemeineZiel des feindlichen Angriffs. Als sie aber die wilden Schaa-ren der Walliser gleich den brausenden Wogen des erzürntenMeeres, mit aller Macht auf sich losstürmen sahen, so ver-ließen sie den Hügel, den sie bisher so tapfer vertheidigt hat-ten, und begannen einen regelmäßigen Rückzug in die Burgin der bestmöglichen Ordnung, was in ihrer Lage das einzigeRettungsmittel war. Ein Theil ihrer leichtfüßigen Feindesuchte ihnen, während sie dieses kluge Manöver ausführten,den Weg abzuschnciden, und warf sich eilends in einen Hohl-weg, der zur Burg führte, um sich dort ihrem Rückzuge zuwidersetzen. Allein den englischen Bogenschützen, die an dasAeußeiste jeder Art gewöhnt waren, kam auch bei dieser Ge-legenheit ihre Kaltblütigkeit zu Hülfe. Während ein Theilderselben mit seinen Hellebarden und Streitäxten die Walliseraus dem Hohlwege verjagte, boten die Andern, in Abthei-lungcn getrennt, welche abwechslungswcise Stand hieltenund sich zuruckzogen, in der entgegengesetzten Richtung demFeinde die Stirn, und behaupteten eine so feste Haltung, daßsie den Verfolgungen des Feindes Einhalt zu thun und mitden Wallisern einen Hagel von Wurfgeschoßen zu wechseln