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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
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Leuten in der Nähe sein, und man setze dem Uebergange derWalliser deßwegen keinen Widerstand entgegen, weil man dieAbsicht habe, ihnen den Rückzug abzuschneiden, um ihre Nie-derlage dadurch um so vollständiger zu machen. Allein alsder Mönch, von dieser Hoffnung belebt, nach allen Seitenblickend, nicht das geringste Zeichen von der Annäherung dererwarteten Hülfe weder sehen noch hören konnte, so sank ihmder Muth gänzlich zu Boden. In einer Stimmung, die derVerzweiflung näher kam, als der Hoffnung, fuhr der alteMann fort, seinen Rosenkranz zu beten, und blickte dabei baldmit ängstlichen Blicke» um sich her, und bald richtete er einigetrostvolle Worte in abgebrochenen Phrasen an das Fräulein,bis der allgemeine Jubelruf der Walliser, der von den Uferndes Flusses gegen die Zinnen der Burg cmporstieg, ihm sagte,daß der letzte der Britten durch den Engpaß gezogen sei, undihre ganze furchtbare Schlachtordnung auf dem diesseitigenUfer des Flusses schlagfertig dastehe.

Dieses gellende und betäubende Geschrei, zu dem jedereinzelne Walliser mit der ganzen Kraft seiner durch Kampfes-lust und Durst nach Beute verstärkten Stimme mitwirkte,wurde endlich durch den Schall der noimännischen Trompeten, dem ersten Lebenszeichen, das Raymond Berenger's Krie-ger von sich gaben, erwiedert. Allein, so kräftig sie auchschmetterten, so konnten sie doch dem Jubelruf, den sie be-antworteten, eben so wenig die Wage halten, als das Pfei-fen des kräftigen Seemanns dem Geheule des Sturmes.

In dem Augenblicke, in welchem die Trompeten zu schmet-tern begannen, gab Verenger den Bogenschützen das Zeichenzum Absenden ihrer Pfeile, und ließ die Gewappneten untereinem Hügel von Wurfspießen und Steinen, die die Wallisergegen ihre stahlbedcckten Angreifer abfchickten, vorrücken.