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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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eingeengt ist, lagen die nunmehr in lichten Flammen stehen-den Gewerkhäuser der kräftigen Flamänder. Die Brücke, dieaus hohen und eng aneinander stehenden Bogen von unglei-cher Größe bestand, lag ungefähr eine halbe Stunde von demSchlosse entfernt, in dem Mittelpunkte der Ebene. Der Flußselbst strömte in einem tiefen felsigten Beete. Der Uebergangüber ihn war zu jeder Zeit mit großen Schwierigkeiten ver-bunden, was der Besatzung des Schlosses, die früher bei derVertheidigung des Passes, den Raymond Verenger dießmalaus fantastischen Bedenklichkeiten unbesetzt ließ, manchen Tro-pfen Blutes gekostet batte, große Vortheile gewährte. DieWalliser machten von der sich ihnen darbietenden Gelegenheitmit der gierigen Hast Gebrauch, mit der die Menschen nacheinem unerwarteten Glücke greife». Sie drängten sich, Mannan Mann, über die hohen und steilen Bogen der Brücke, undimmer neue Haufen, von verschiedenen Punkten auf dem jen-seitigen Ufer ankommend, erneuerten unaufhörlich den unge-störten Zug der Krieger, die sich nun auf der der Burg gegen-überliegenden Ebene in Schlachtordnung aukstelltcn-

Anfänglich sah Vater Aldrovand ihren Bewegungen nichtnur ohne Bangigkeit, sondern auch mit dem höhnischen Lächelneines Menschen zu, der einen Feind aus dem Punkte sicht,sich in die ihm von einer geschickter» Hand gelegte Schlingezu verstricken.

Raymond Verenger hatte sich mit seinem kleinen, thcilsaus Fußvolk, theils aus Reiterei bestehenden Häuflein aufdem kleinen Hügel ausgestellt, der zwischen der Burg und derEbene lag; und der Dominikaner, der seine früheren Kennt-nisse im Kriegswesen in dem Kloster nicht ganz vergessenhatte, war überzeugt, daß der Ritter die Absicht habe, dieFeinde anzugreifen, wenn ein Theil derselben über den Fluß