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24 (1852) Die Verlobten
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hatte. Hier schrie er gleich einem Löwen nach dem Beherr-scher dieser Regionen, ihm die verschiedenen Namen Kämmerer,Kellermeister und so weiter beilegend. Der alte Reinold,ein normännischer Knappe, antwortete nichts, dis der Nieder-länder so glücklich war, sich an seinen englischen NamenMundschenk (datier) zu erinnern. Dieser ordnungsmäßigeName seines Amtes war der Schlüssel, der ihm die Thöreder Kellerei öffnete; denn alsbald erschien der alte Mannmit seinem grauen Leibrocke, seinen hochaufgezogencn Strüm-pfen, und einem gewichtigen Schlüsselbunde, der vermögeeiner silbernen Kette an seinem breiten ledernen Gürtel hing, unddem er, in Betracht der bedrängten Zeiten, aus der linkenSeite durch einen ungeheuren Pallasch, der viel zu schwerfür seine altersschwachen Arme zu sein schien, ein Gegenge-wicht gegeben batte.

Was ist Euer Begehr, Master Flammock?" sagte er,oder vielmehr, waü befehlt Ihr, da mein Gebieter gewollthat, daß Euer Wille mir eine Zeitlang Gesetz sein soll?"

Bloß einen Schluck Wein, guter Herr KellermeisterMundschenk, wollte ich sagen."

»Ich freue mich, daß Ihr Euch an meinen wahren Amts-namcn erinnert," sagte Reinold, nicht ohne etwas von derkleinlichten Empfindlichkeit eines verwöhnten Dieners, der esnicht ganz nach der Ordnung findet, daß man einen Fremdenüber ihn gesetzt hat, dabei an den Tag zu legen.

Eine Flasche Rheinwein, wenn Ihr mir einen Gefallenerweisen wollt," fiel der Flamänder ein,denn meinHerz ist niedergeschlagen und matt; ich muß von dem Bestenhaben"

Und trinken sollet Ihr auch, wenn der Wein Euch denMuth geben kann, an dem es Euch vielleicht mangelt." Er