„So soll cö denn so sein," sagte Rapmond Verenger,„du sollst mit mir geben. Dennis, und er soll hier bleiben.
— Wilkin Flammock," sagte er, den Flamänder in einemfeierlichen Tone anredend, „ich rede nicht mit dir die Spracheder Ritterlichkeit, von der du nichts verstehst; aber da du einehrlicher Mann und ein wahrer Christ bist, so beschwöre ichdich, dieses Schloß standhaft zu vertheidigen. Laß dich durchkein Versprechen des Feindes zu einem entehrenden Vergleiche
— durch keine Drohung zur Uebergabe bewegen. Unverzüg-lich werdet ihr Entsatz erhalten; handelt ihr treu gegen michund meine Tochter, so wird Euch Hugo von Lacy reich-lich belohnen; wo aber nicht, so wartet Eurer strengeStrafe."
„Herr Ritter," sagte Flammock, „es freut mich, daß Ihrin einen schlichten Handwerker ein so großes Vertrauen setzet.Was die Walliser betrifft, so bin ich aus einem Lande ge-kommen, wo wir Jahr aus und Jahr ein gezwungen waren,mit der See zu kämpfen; und diejenigen, welche sich nichtscheuen, mit sturmbewegten Wogen zu kämpfen, brauchen dieWuth eines undisciplinirten Volkes nicht zu fürchten. EureTochter wird mir so theuer sein, als meine eigene, und indiesem Glauben mögt Ihr auszichen, — wenn Ihr nickt alsklügerer Mann handeln, und die Thore verschließen, die Fall-gatter herab-, und die Zugbrücken auszichen, Eure Bogen-schützen sowie meine Armbrustschützen die Mauern besetzenlassen und jenen Schurken zeigen wollt, daß Ihr nicht derNarr seid, für den sie Euch -alten."
„Guter Bursche," sagte der Ritter, „das kann nicht sein.Ich höre die Stimme meiner Tochter," setzte er hastig hinzu,„ich möchte nicht mehr mit ihr Zusammentreffen, um mich nichtnoch einmal von ihr trennen zu müssen. Des Himmels Schutze