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Auf diese Art im Besitze einer ansehnlichen Macht, verschmäh-ten cs die Barden nicht, Gebrauch von ihren Privilegien zumachen; und oft, wenn sie dieß thaten, schien ihr Benehmeneinen Anstrich von Eigensinn oder Laune zu haben.
Dieß galt vielleicht auch von Codwallon, GwenwynSHauptbarden, von welchem, als solchem, erwartet wurde, daßer dem Strome des Gesanges in seines Fürsten gastlicherHalle Bahn brach. Allein weder die ängstliche und athem-lose Erwartung der versammelten Häuptlinge und Kriegs-helden — noch die Todtenstille, welche die lärmende Halleverstummen machte, als seine Harfe von seinem Diener ehr-furchtsvoll vor ihn hingestellt wurde, — noch auch die Befehleoder Bitten des Fürsten selbst — konnten dem Barden mehrals ein kurzes und unterbrochenes Vorspiel entlocken, dessenTöne in eine unaussprechlich düstre Melodie zusammcnfloßen,und bald in eine tiefe Stille hinstarben. Finster blickte derFürst den Barden an; dieser war aber zu tief in düstre Ge-danken versunken, als daß er eine Entschuldigung hätte Vor-bringen , oder auch nur das Mißvergnügen des Fürsten ge-wahren können. Wieder entlockte er seiner Harfe einige wildeKlänge, und seinen Blick erhebend schien er auf dem Punktezu sein, in jenen Strom des Gesanges auszubrechen, mit demdieser Meister seiner Kunst seine Zuhörer zu bezaubern gewohntwar; allein vergebens war seine Anstrengung — er erklärte,seine rechte Hand sei ganz kraftlos, und stieß das Instrumentvon sich.
Ein lautes Murren durchlief die ganze Gesellschaft, undGwenwyn las auf ihren trüben Gesichtern, daß sie die unge-wöhnliche Stille Cadwallons bei dieser feierlichen Gelegenheitals ein böses Vorzeichen betrachteten. Er rief daher eiligsteinen jungen und ehrgeizigen Barden, mit Namen Caradoc