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war, und die Taste den von der Ritterlichkeit aufcrlegtenstrengen Regeln der guten Lebensart eben nicht sehr gehorch-ten, so besaß doch Gwenwvns Ostergastmahl an der Gegen-wart zwölf ausgezeichneter Barden eine Quelle des reinstenVergnügens in einem weit höhern Grade, als die stolzenNormänner sich dessen rühmen konnten. Es ist wahr, dieLetztem hatten ihre Minstrels, eine der Poesie, dem Gesängeund der Musik eigens geweihte Zunft; allein, obschon dieseKünste hochverehrt waren, und die sie ausübenden Individuen,wenn sie sich zur Meisterschaft emporschwangen, oft reichlichbelohnt wurden, so war doch der Stand der Minstrels, alssolcher, wenig geachtet, da er meistens aus werthlosen udnliederlichen Landläufern bestand, die sich dieser Kunst wid-meten, um nicht arbeiten zu dürfen und einen unstäten undzerstreuten Lebenswandel führen zu können. So verhielt essich zu allen Zeiten mit denen, welche sich dem öffentlichenVergnügen weihten; diejenigen unter ihnen, welche durch in-dividuelle Vortrcfflichkeit glänzen, werden oft im gesellschaft-lichen Kreise hoch erhoben, allein bei weitem der größereTheil bleibt in Verachtung. Doch dicß war nicht der Fallbei den walliser Barden, die, den Druiden in ihrer Würdefolgend, unter denen sie anfänglich eine untergeordete Brüder-schaft bildeten, manche Gerechtsame besaßen, sich der höchstenAchtung und Ehrerbietung erfreuten, und einen großen Ein-fluß auf ihre Landsleute ausübten. Ihre Gewalt über dasVolk wetteiferte sogar mit der der Priester selbst, mit denensie in der That einige Aehnlichkeit hatten; denn sie trugennie Waffen, wurden durch geheime und mystische Feierlichkeitenin ihren Orden eingewciht, und ihrem Awen, oder demStrome ihrer poetischen Begeisterung, wurde tiefe Achtunggezollt, als ob er wirklich göttlicher Natur gewesen wäre-