Druckschrift 
24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

3V

Abkunft wegen, oder als Preis hoher Waffcnthatcn trugen;allein ein goldner, sein Haupt umzingelnder, Ring war insein Haar verflochten denn er machte stets Ansprüche aufden Rang eines der drei gekrönten Fürsten, und seine Arm-und Knöchelbändcr, von demselben Metall, waren ein eigen-thümlicher Schmuck des Fürsten von Powps, als eines unab-hängigen Souveräns. Zwei Leibjunker, die seiner Bedienungihre ganze Aufmerksamkeit widmeten, standen im Rücken desFürsten, und zu seinen Füßen saß ein Page, der die Obliegen-heit hatte, sie durch Reiben und Einhüllen in seinen Mantelwarm zu erhalten. Dasselbe Recht der Oberherrlichkeit, dasGwenwyn sein goldenes Diadem zuerkannte, ermächtigte ihnauch, die Bedienung des Fußträgers oder des Knaben zu ver-langen, der auf der Matte lag, und dessen Geschäft cs war,des Fürsten Füße in seinem Schooße, oder an seinem Busenzu erwärmen.

Ungeachtet der militärischen Stimmung der Gäste und derGefahr, die aus den vielen Fehden, in welche sie mit einan-der verwickelt waren, leicht entspringen konnte, trugen wenigeder Schmauser Vertheidigungswaffen, den leichten zicgenledcr-nen Schild, der hinter eines Jeden Sitze hing, ausgenommen.Andererseits aber waren sie mit einem bedeutenden Vorrathevon Angriffswaffen versehen; das breite, scharfe, kurze undzweischneidige Schwert war ein anderes Vermächtniß der Rö-mer. Die Meisten hatten auch noch ein Jagdmesser oder einenDolch. Ueberdieß hatten sie Vorrathe von Wurfspießen, Bo-gen und Pfeilen, Picken, Hellebarden, dänischen Aexten undwalliser Streitäxten bei der Hand, so daß es ihnen, im Fallebei dem Mahle Streitigkeiten entstehen sollten, nicht an Waf-fen fehlte, um Unheil zu stiften.

Allein, obschon das Aeußere des Festes etwas ungeordnet